Pferdecheck

für einen effizienten Therapieplan

Bevor ich mit der Behandlung beginnen kann, ist es wichtig, mir ein umfassendes Bild vom Pferd zu machen. Je genauer es ausfällt, desto effizienter kann ich den Therapieplan festlegen.

Eine enge Zusammenarbeit von Tierarzt, Hufschmied, Sattler und Physiotherapeut ist wünschenswert, um den Patienten Pferd best- und schnellstmöglich wieder zu einem physiologisch korrekten Bewegungsablauf zu verhelfen!

Erstgespräch

Das ERSTGESPRÄCH dient dazu, alle wichtigen Informationen rund um das Pferd zu sammeln. Reiterliche Probleme, die Anzahl der Reiter sowie auch die Art der Reitweise spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Lebensumstände des Pferdes wie z.B. das Training, die Haltung und Fütterung, etc.

Wichtig dabei können auch alte Verletzungen und Krankheiten, Operationen oder Trächtigkeiten sein.

Anamnese

Die ANAMNESE beinhaltet den Sichtbefund: eventuelle Stellungsabnormitäten der Gelenke oder Hufe die auf Krankheiten wie z.B. Spat oder Arthrosen hinweisen können werden ebenso bemerkt, wie sichtbare Narben oder ungleich ausgebildete Muskulatur, die auf ein Schmerzgeschehen hindeuten kann.

Palpation

Darauf folgt die PALPATION: bei der das gesamte Pferd systematisch abgetastet wird, sowohl die Gelenke werden mittels passiver Befundung überprüft, als auch die Muskulatur des Pferdes palpiert. Bewegungseinschränkungen, Verspannungen, Schwellungen, vermehrte Wärme / Kälte können so festgestellt werden.

Ganganalyse

Die GANGANALYSE ermöglicht mir die Beurteilung des Pferdes in der Bewegung. Das Pferd wird im Schritt und Trab vorgeführt, idealerweise auf hartem und weichem Boden. Von der Norm abweichende Bewegungsmuster und Einschränkungen können dabei erkannt werden, die wieder Rückschlüsse auf eventuelle muskuläre Dysbalancen ermöglichen.

Lahmheiten müssen zuerst vom behandelnden Tierarzt abgeklärt werden, bevor ich mit der Therapie beginnen kann.

Wenn notwendig wird das Pferd auch unter dem Reiter beurteilt.

Die Ganganalyse wird mittels Digicam aufgezeichnet, dadurch kann der Therapieerfolg deutlich sichtbar gemacht werden, ein Vorher – Nachher – Vergleich wird dadurch erleichtert.

Ausrüstungskontrolle

Danach erfolgt die AUSRÜSTUNGSKONTROLLE:
Der Sattel stellt ja das Bindeglied zwischen Pferd und Reiter dar, leider gibt es aber gerade hier häufig Probleme mit der Passform, die dann massive Rückenprobleme beim Pferd hervorrufen. Der Rücken ist der am meisten beanspruchte Körperteil des Pferdes.Es ist wichtig, den Sattel regelmäßig von einem Sattler kontrollieren zu lassen, da sich die Rückenmuskulatur des Pferdes laufend verändert. Je nach Trainingszustand wird Muskulatur auf- oder abgebaut, der Sattel verändert sich aber nicht mit. Dadurch können leicht Druckstellen entstehen, die dann beim Pferd zur Verhärtung der Muskeln führen –> Verspannungen entstehen.

Deshalb ist es notwendig, vor jedem Sattelwechsel bzw. Umpolsterung des Sattels, den Rücken des Pferdes behandeln zu lassen, um alte Verspannungen zu lösen. Die Wirbelsäulentiefenbehandlung eignet sich hervorragend dazu. Erst dann macht es Sinn, den neuen Sattel aufzulegen, denn ansonsten würden sich die Druckstellen ja verdoppeln!

Erstellung des Therapieplans

Zum Schluss erfolgt die ERSTELLUNG DES THERAPIEPLANS:

Dabei wird die Art und Häufigkeit der Therapie, sowie die Wahl der Therapiemittel festgelegt. Optimalerweise erfolgt sie in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Tierarzt.

Videoanalyse

Um den Behandlungserfolg sichtbar dokumentieren zu können, wird die Beurteilung der Bewegung mittels Digicam gefilmt. So kann der Therapieverlauf festgehalten und genau dokumentiert werden.